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15.8. – 16. 8. 2026 ELBE LAB – Umělecký a performativní výzkum řeky Labe // Künstlerische und performative Erforschung der Elbe

15.08.2026 - 16.08.2026

15. – 16. 8. 2026 Prossen Hafen // Bad Schandau // Schmilka

Mit Beiträgen von:

15.8. od 14.00 do soumraku / von 14.00 bis zum Dämmerung

Veronika Šrek Bromová, Viktor Fuček, Dirk Grosser, Vladimír Havlík, David Helán, Tomáš Hrůza, Michal Kindernay, Jiří Kovanda & Anna Broučková, Jitka Králová, Markéta Müllerová, Lucas Oertel, Miloš Šejn, Miloš Vojtěchovský, Jennifer Helia DeFelice & Zden Brungot Svíteková & Helush Yiraq

16.8. od 11.00 do 14.00

Susan Donath, Martin Zetová

„There is nothing softer and weaker than water. And yet is nothing better for attacking hard and strong
things. For this reason there is no subtitute for it.“
(Lao Tzu, Tao-te Ching, 6th century BCE, translate by Wing-Tsis Chan)

Künstlerische und performative Erforschung der Elbe

Die Elbe als Element
Die Elbe als Fluss
Die Elbe als Grenze
Die Elbe als ständiger Wandel
Die Elbe als Sehnsucht nach dem Meer
Die Elbe als mythenbildendes / staatsbildendes Element
Die Elbe als Weiß
Die Elbe als Langsam
Die Elbe als „tief eingeschnittenes Flussbett“
Die Elbe als Liminalität
Die Elbe als Zeit
Die Elbe als Vorstellungskraft
Die Elbe als Performance

Elbe LAB ist ein temporäres Labor in der Landschaft, das sich mit dem Ort, dem Fluss und
der Grenze auseinandersetzt. Vor dem Hintergrund globaler Bedrohungen trägt es in seiner
DNA eine interdisziplinäre Diskussion zwischen Künstlern, Umweltschützern und
Hydrologen, die sich mit der Dringlichkeit der Themen des Anthropozäns und der Klimakrise,
aber auch mit imaginären Zusammenhängen, Visionen und spekulativen Zukunftsszenarien
befasst. Es versucht jedoch, Auswege im Sein zu finden – in der Gegenwart und im Erleben.
Es schafft eine weitere Geschichte des fließenden Wassers, die es mit der Sehnsucht der
Tschechen nach dem Meer verknüpft.
Es ist die erste Berührung und Bewegung, die der Performativität als ihrer Beziehung zur
Umgebung eigen ist – in diesem Fall zu dem durch eine Karte festgelegten Raum und dem
Gebiet einer von Menschen geschaffenen Halbinsel: dem Hafen Prossen in Bad Schandau,
wenige Kilometer hinter der Trennlinie zwischen Böhmen und Deutschland.
Bei „Elbe Lab“ geht es um den Dialog mit dem Ort und um das Teilen – von Vorstellungen,
Erlebnissen, Informationen. Es ist eine Erkundung, eine Taxonomie natürlicher Motive, eine
Umhüllung durch das Element Wasser, durch Pflanzen und Tiere, aber auch durch Steine
als natürlichen Bestandteil der Biodiversität sowie durch Klänge, Gerüche und
Geschmäcker. Bis zu einem gewissen Grad handelt es sich um eine Idealisierung eines
Landschaftsausschnitts und einzelner Naturphänomene, die sich wandeln, aber auch die
Intimität ihrer selbst und die Beziehung der Teilnehmer zu ihr offenbaren – durch Rituale,
Vorstellungskraft und vor allem durch körperliche Erfahrung, tiefes Zuhören und Beobachten
an Ort und Zeit.
Der Fluss verstärkt die Metaphysik der gesamten Naturchoreografie. Die semantische
Vorstellung aller lebenden Organismen, die in die Einheit des Ganzen münden – das Meer
ist eine Vorstellung vom Leben und basiert auf dem Konzept der „Dérive“, wie es von den
Lettristen und Situationisten verwendet wurde. Das Konzept der Ereignisse erfüllt sich
schrittweise durch die fortlaufende Erzählung des Elements, der Landschaft, vielleicht auch
der Siedlungen und Lebewesen, die die Anthropologie der Grenzen überwinden.
Der Raum des Flusses arbeitet mit Dichotomien: Natürlichkeit und Künstlichkeit,
Zerstreutheit und Versunkenheit, Eintauchen und Verschmelzen, reale Bewegung des
Elements und des Menschen, physische sowie sinnlich-emotionale und
kontextuell-intellektuelle Aspekte, Klarheit und Unschärfe, Historizität und Zukunft, Tiefe und
Weite, Dunkelheit und Licht und Schatten, Ruhe und Unruhe, Stille und Lärm, Rauschen und
Plätschern und Knistern, Horizontale und Vertikale, Grenze und Liminalität, Feuchtigkeit und
Trockenheit, Unbestimmtheit und Festigkeit, Augenblick und Ewigkeit, Oberfläche und Tiefe,
Flachheit und Tiefe, Ufer und Mitte, der Topologie eines imaginären Zusammenflusses und
einer Barriere, Kontinent und Welt, Makro und Mikro, Zersetzung und Harmonie, Flussbett
und Fluss, Aue und Hochwasser, Peripherie und Zentrum, Arbeit und Erholung, der
Landschaft der Fischer, Schiffer und Industriellen, Kreuzung und Übergang, Heldentum und
Dramatik, Tal und Hügel, Farn, Kirschbaum, Gras … Sandbank, Schlucht und Senke,
Dämmerung und Morgengrauen, Wandel und Starre, Pflege und Vernachlässigung –
kulturelle und industrielle Landschaft.
Sie ist eine topografische, multisensorische Wahrnehmung – eine mentale Karte von
Elbe Lab.

Autorky projektu / Projektinitiatorinnen

Tereza Nováková & Helush Yiraq

Ein Projekt unter Mitwirkung von: Partner / Logos (unten):

Artbiom | HRANIČÁŘ | Česko-německý fond budoucnosti / Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds | NEUER SÄCHSISCHER KUNSTVEREIN | Torhaus Wehlen